Die Ghorfa organisierte eine Reise einer deutschen Wirtschaftsdelegation in das Königreich Marokko unter der Leitung des Ghorfa-Präsidenten, Herrn Olaf Hoffmann. Ziel der Reise war es, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu stärken und neue Möglichkeiten für die industrielle und technologische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu erschließen. Die Bedeutung dieses Besuchs unterstreicht Marokkos Position als führendes Ziel für ausländische Direktinvestitionen (FDI) in Afrika, gestützt auf eine Wirtschaftspolitik der Diversifizierung, des Infrastrukturausbaus und der Förderung der grünen Transformation sowie struktureller Reformen zur Verbesserung des Geschäftsklimas. Die Investitionsströme verzeichneten einen deutlichen Anstieg: Im Jahr 2022 beliefen sie sich auf 21,8 Mrd. MAD, während im ersten Quartal 2025 rund 9,15 Mrd. MAD registriert wurden – ein Zuwachs von 63,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, was das Vertrauen der Investoren in die Stabilität und die strategische Lage Marokkos widerspiegelt.

Deutschland ist ein zentraler Wirtschaftspartner für Marokko; das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern erreichte im Jahr 2024 einen Wert von 6,03 Mrd. Euro. Mehr als 300 deutsche Unternehmen sind auf dem marokkanischen Markt aktiv, von denen etwa 30 über lokale Produktionseinheiten in Bereichen wie erneuerbare Energien, Automobilindustrie, Maschinenbau, Lebensmittelindustrie, Digitaltechnologie und Bauwesen verfügen. Marokko bietet diesen Unternehmen ein stabiles Produktionsumfeld, wettbewerbsfähige Kosten und durch ein breites Netz von Freihandelsabkommen einen einfachen Zugang zu regionalen Märkten, wobei die Zusammenarbeit in den Bereichen grüne Technologie und Energiewende stetig wächst.

Der Besuch umfasste eine Reihe hochrangiger institutioneller Treffen mit Regierungs- und Wirtschaftsvertretern aus den Bereichen Investition, Verkehr, Logistik, Energie und Wasser. In Casablanca traf die Delegation den Allgemeinen Verband der marokkanischen Unternehmen (CGEM) zu einer Sitzung mit marokkanischen Geschäftsleuten und anschließenden B2B-Gesprächen. Zudem besuchte die Delegation den Technopark sowie das regionale Investitionszentrum (CRI) der Region Casablanca-Settat. In Rabat kam die Delegation mit dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Robert Dölger, und dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer der Region Rabat-Salé-Kénitra, Herrn Hassan Sakhi, zusammen, wobei Arbeitssitzungen und bilaterale Firmentreffen organisiert wurden.

Darüber hinaus hielt die Delegation ministerielle Treffen ab, unter anderem im Ministerium für Verkehr und Logistik mit Herrn Adel Bahi, im Ministerium für Investitionen und Bewertung öffentlicher Politiken mit Herrn Ibrahim Benmoussa sowie bei der marokkanischen Agentur für nachhaltige Energie (MASEN) und im Ministerium für Ausrüstung und Wasser mit Herrn Abdel Fattah Sahibi. Dabei wurden Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien, Infrastruktur sowie die strategischen Großprojekte des Königreichs erörtert.