Mehr als 70 Verteterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Institutionen und Ministerien kamen zur diesjährigen Arab-German Summer Lounge im Internationalen Club des Auswärtigen Amtes zusammen. In sommerlicher Atmosphäre und mit einem erstaunlichen Blick auf die Dächer Berlins bot die Veranstaltung einen idealen Rahmen für persönlichen Austausch, neue Impulse und den Ausbau bestehender Netzwerke jenseits formeller Strukturen.

Olaf Hoffmann, Präsident der Ghorfa, eröffnete die Veranstaltung mit einem herzlichen Dank an die Nordafrika Mittelost Initiative der deutschen Wirtschaft (NMI) für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die gemeinsame Organisation des Abends. Wir befänden uns in einer Phase tiefgreifender Transformation – nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland selbst. Umso bemerkenswerter sei es, so Hoffmann, dass das Handelsvolumen zwischen Deutschland und der arabischen Welt im vergangenen Jahr über 57,6 Milliarden Euro erreichte.

Als Hauptredner sprach Dr. Christian Forwick, Abteilungsleiter für Außenwirtschaftspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Wirtschaftliche Beziehungen seien in unsicheren Zeiten wichtiger denn je, so Dr. Forwick – nicht nur als Initiator für Wachstum, sondern auch als Grundlage für Stabilität, Frieden und Dialog. Die arabische Welt biete dabei weit mehr als Absatzchancen: Sie könne eine strategische und verknüpfende Rolle einnehmen, insbesondere in der Zulieferung von nachhaltiger Energie nach Europa. Dominik Asam, Chief Financial Officer von SAP und Vorsitzender der NMI, schloss mit einem Appell: Die internationale Geschäfts-Community, so seine Botschaft, müsse den Dialog gerade in schwierigen Zeiten offenhalten und aktiv fördern. Freier Handel sei kein Selbstläufer mehr – umso wichtiger sei es, klare Zeichen der Offenheit, Verlässlichkeit und Partnerschaft zu setzen.