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  Der Warenverkehr Deutschlands mit der arabischen Welt 1. Halbjahr 2010

Deutschlands Außenhandel mit den arabischen Ländern weist für das erste Halbjahr 2010 wieder kräftige Zuwächse aus. Sie bewegen sich damit in einem wirtschaftlichen Aufwärtstrend, der in diesem Jahr im deutschen Außenhandel wieder festzustellen ist. Das Negativjahr 2009 ist damit überwunden. Der Positivtrend wird als Beginn einer Erholung angesehen.

Um 10,9 Prozent sind die deutschen Ausfuhren in die arabischen Länder von Januar bis Juni dieses Jahres auf 13,4 Mrd. Euro gewachsen und haben damit den Wert der ersten sechs Monate des Jahres 2008 überschritten. Die größten Exportsteigerungen sind nach Tunesien zu verzeichnen (+ 68,5 Prozent) und in den Libanon (+ 52,5 Prozent).

Die Vereinigten Arabischen Emirate Deutschlands sind nach wie vor wichtigster Handelspartner in der arabischen Welt mit einem Ausfuhrwert von 3,4 Milliarden Euro (+ 13,2 Prozent), gefolgt von Saudi-Arabien (ca. 2,7 Milliarden Euro, + 14,0 Prozent) und Ägypten (1,55 Milliarden Euro, + 21,5 Prozent).

Die Einfuhren aus den arabischen Ländern sind im Berichtszeitraum um 19,3 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro gestiegen. Das lag v.a. an der wieder anziehenden Nachfrage nach Erdöl und den sich erholenden Erdölpreisen auf.

Nach wie vor ist Libyen das wichtigste Öllieferland unter den arabischen Ländern (ca.1,55 Milliarden Euro, + 40,1 Prozent), gefolgt von Tunesien (720 Millionen Euro, +26,6 Prozent) und Ägypten ( 440 Millionen Euro, + 5,4 Prozent). Auffällig stark gestiegen sind die Einfuhren aus den Golfstaaten Katar (+176,9 Prozent) und Kuwait (+154,6 Prozent).

 
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